Geboren in Entenhausen pendelt Andreas Schrott bis heute regelmäßig zwischen seiner Geburtsstadt und Wien hin und her. Schon in frühen Jahren wurde er vom Tod seines Großvaters traumatisiert, der im Schlaf erstickt war, nachdem er vergessen hatte, sich das Nasenhaar zu schneiden.

Und tatsächlich findet man in den Darstellungen von Andreas Schrott immer wieder: Nasen. Mitten im Gesicht platziert, gewinnen sie den Charakter von etwas Unausweichlichem.
„Die Nase“, so der Künstler, der von sich selbst nur ungern in der dritten Person spricht, „steht symbolisch für unseren Blick auf die uns umgebende Realität: Genau wie unsere Nase steht sie uns permanent vor Augen; und genauso wie unsere Nase blenden wir sie mal mehr mal weniger gezielt aus“.

Geprägt sind die Werke des Künstlers nicht nur von seinen (von der KI zusammenphantasierten) Aufenthalten in L.A. und auf den Philippinen, sondern auch von seinen Erfahrungen in Entenhausen, wo – wie allgemein bekannt ist – zahlreiche Persönlichkeiten ohne Nase, dafür aber mit Schnabel leben. Ein Schnabel, der so in gewisser Weise den Blick freigibt auf die Realität und uns in das zarte und zugleich aufregende Spannungsfeld zwischen der Phantasie der Comicwelt und der oftmals absurd harten Wirklichkeit führt. Vielleicht ist so zwar nicht immer ganz klar, welche Botschaft eines Werkes nun eher kritisch, analytisch oder warnend gemeint ist und welche im Gegenteil ironisch, albern oder sinnlos. Aber auch das ist ja irgendwie ein immer wiederkehrendes Merkmal der Realität.

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